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Weihnachten in Europa![]() Weihnachtsbräuche in den Ländern der EU |

Im Dezember 2005, als dieser Beitrag für den Book and Drink Adventskalender entstand, ging gerade
die Meldung durch die Medien, dass in Lissabon, der Hauptstadt
Portugals, der höchste künstliche Weihnachtsbaum Europas
aufgestellt wurde.
Der 72 Meter hohe und 180 Tonnen schwere
Baum wurde von über 2 Millionen Lichtern erhellt.
Auch in Portugal ist der Heilige Abend der Höhepunkt des
Weihnachtsfestes.
Die Zimmer sind festlich geschmückt. Krippe und Weihnachtsbaum sind
aufgestellt.
Die ganze Familie kommt zusammen. Es gibt Bacelhau (getrockneter
Fisch), Kartoffeln und Kohl, "bolo rei" - eine Art
Weihnachtsstollen und andere Süssspeisen mit Zitrone und
Zimt.
Wer im "bolo rei" ein Geldstück oder eine Nuss findet, muss den nächsten Königskuchen kaufen.

Die Weihnachtsgeschenke sind in Portugal Symbole für die
Geschenke, die die Hirten dem Christkind gegeben haben.
In manchen Familien kommt auch der Weihnachtsmann.
Viele gehen gemeinsam zur Mitternachtsmesse und manche legen dort an der Krippe ländliche Produkte als Geschenk für das Christkind ab.
In portugiesischen Dörfern wird nicht selten auf dem Kirchplatz ein Baumstamm verbrannt, damit man sich am Feuer nach der Mitternachtsmesse wärmen kann.
Am 1. Weihnachtsfeiertag trifft sich die Familie zum
Mittagessen.
Zuerst wird "farrapo velho" aufgetischt, (das sind die
zerkleinerten und mit viel Knoblauch gebratenen Reste des
Abendessens), dann Truthahn serviert.