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Linksmu Kaledu !
Weihnachten ist in Litauen ein Fest der Familie. In der ganzen
Adventszeit bemüht man sich um Ruhe und mehr Gelassenheit. In
manchen Familien wird an den Freitagen kein Fleisch gegessen. 
Die Litauer haben weiße Weihnachten.
Höhepunkt ihrer Weihnachtsfeierlichkeiten, die bis zu den Heiligen
drei Königen gehen, ist der Heilige Abend, der hier Kucios heißt.
Vormittags schmücken die Kinder mit Strohsternen,
Bastelarbeiten, Spielzeug, Apfeln, Nüssen und Gebäck den
Weihnachtsbaum.
Man sagt in Litauen, daß das ganze nächste Jahr so wird, wie der
Weihnachtsabend war. Deshalb baden auch alle oder gehen in die
Sauna.
Wie in Polen beginnt die Familie das Festmahl, wenn der erste
Stern am Himmel zu sehen ist.
12 verschiedene Gerichte, als Symbol für die 12 Monate des Jahres
oder die 12 Apostel, sollen den Magen nach einem Fastentag
verwöhnen.
Traditionell probiert Jeder von jeder Speise und alle Gerichte sind
fleischlos. Es gibt Fisch in vielen Variationen, Suppe (z.B.
Mohnmilchsuppe), Gemüse, Salate, Gebäck.
Aber zunächst wird gemeinsam gebetet. In manchen Familien wird dann
ein in der Kirche geweihter Gott
eskuchen
(viereckige Platten, die aus Wasser und Mehl gebacken wurden)
herumgereicht, von dem sich Jeder etwas abbricht.
Nach dem Essen räumt man gewöhnlich nicht ab, damit die Seelen der toten Verwandten sich in der Nacht versammeln können. Anderswo stellt man ihnen Lebensmittel auf das Fensterbrett.
Nach der Mitternachtskirche, die Kirchen sind an Heiligabend
immer voll, werden die Geschenke, die der Weihnachtsmann (Kaledu senis)
unter den Weihnachtsbaum gelegt hat, ausgepackt.
Man sitzt noch lange zusammen und redet oder schweigt.
Auch der 1. Weihnachtsfeiertag gehört der Familie. Und nun wird endlich Fleisch aufgetischt.
Am 2. Weihnachtsfeiertag besucht man oft Freunde.


