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Priecigus Ziemsvetkus !
Das lettische Weihnachtsfest ist reich an Traditionen sowohl
heidnischen wie auch christlichen Ursprungs.

Früher
hat man in Lettland an Weihnachten Wintersonnenwende gefeiert und
die Rückkehr der Sonne und der längeren, helleren Tage
beschworen.
Zahlreiche Bräuche aus dieser Zeit werden heute noch praktiziert.
So ist es üblich, an Heiligabend einen Eichenbalken von Haus zu
Haus zu ziehen und auf dem letzten
Hof zu verbrennen, um übel zu vernichten und der Sonne neue Kraft
zu geben.
Zum Heiligabend gehört in Lettland auch das Budéli. Lärmend zieht
man als Tier, Sonne oder Tod verkleidet von Haus zu Haus, um böse
Geister zu verjagen.
Der Weihnachtsbaum wird in Lettland gern mit Strohsternen, die die
Sonne symbolisieren und getrockneten Blumen geschmückt.
Auf dem Weihnachtstisch steht traditionell neben Blutwurst,
Sauerkraut, Erbsen, Bohnen, Graupen, Pírági (Speckkuchen),
Schweinebraten, auch Fisch.
Wer an Weihnachten neunmal ißt, soll im nächsten Jahr reich und
glücklich werden.
Streng gläubige russisch-orthodoxe Letten feiern Weihnachten erst am 6. Januar.


