Weihnachtliches auf Book and Drink - Weihnachtsmann und Weihnachtsfrau

Der Weihnachtsmann im Freibad - Teil 3 der Weihnachtsgeschichte Wie der Weihnachtsmann seine Weihnachtsfrau fand

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Der Weihnachtsmann im Freibad - Teil 3

Wie der Weihnachtsmann seine Weihnachtsfrau fand

Weihnachtsfrau

24-teilige Weihnachtsgeschichte
82 Seiten
ISBN: 978-952-5518-58-0

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Da stand er nun vor seinem Haus wie ein unscheinbarer, neugieriger Passant. Niemand hätte in ihm den Weihnachtsmann auch nur erahnen können.
Statt des roten Mantels trug er eine sportliche, leichte schwarze Windjacke und eine Maske verdeckte seinen Bart und die weisse Mähne. Sie liess ihn viel jünger aussehen, als er war.

Zum Strand solle er gehen hatte sein Knecht gesagt. Zum Strand? Meinte er zum Freibad am Fluss? Bestimmt. Der Weihnachtsmann machte sich auf den Weg.
Mit jedem Schritt kam er mehr ins Schwitzen. Die Schweisstropfen liefen ihm schon von der Stirn.
Die Menschen, die an ihm vorbeieilten, trugen kurze Hosen und Röcke und sahen ihn mitleidig an. Aber er konnte doch seine Jacke nicht ausziehen, ein Rest Weihnachtsmannrobe wäre zum Vorschein gekommen und alle würden ihn auslachen.
So ertrug er tapfer die Hitze und kam letzten Endes auch an der Badestelle an.

So viele Menschen. Hunderte, Tausende. Wie Heringe in der Dose lagen sie dicht aneinander gedrängt, halb nackt auf ihren Decken und versuchten, so viel wie möglich Sonne zu erhaschen.
Der Weihnachtsmann setzte sich auf eine Bank und beobachtete.
Kinder bauten Sandburgen, rechts spielten sechs Frauen am Netz mit einem Ball. Der Ball kullerte in seine Richtung und sie pfiffen und winkten, er solle ihn zurückwerfen.
Noch nie hatte er mit einem Ball gespielt, er war doch ein Mann. Die Rufe wurden lauter und nur um nicht noch mehr Aufsehen zu erregen, nahm er den Ball hoch und schmetterte ihn den Frauen zu.
Sie applaudierten. Er sah dem Ball nach und den Spielerinnen zu. Es schien ihnen viel Spass zu machen, den Ball wieder und wieder über das Netz zu kriegen.
Und mit ihrem Lächeln und ihrer Freude schafften sie es, dass der Weihnachtsmann am liebsten aufgestanden wäre und mitgespielt hätte. Aber in seinem Aufzug, das ging nicht, musste er traurig erkennen.
So erhob er sich schwermütig und wanderte zu seinem Häschen zurück.
Nun wusste er zwar, warum die Menschen keine Zeit hatten, sich etwas von ihm, dem Weihnachtsmann, zu wünschen, aber er fühlte sich auch zum ersten Mal in seinem Weihnachtsmannleben allein und ausgegrenzt.
Warum konnte er nicht mit den anderen am Strand umhertollen, wenn er schon nicht arbeiten konnte?
Nachdenklich betrat er seine Weihnachtsstube.

Teil 4