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Auf ins Weihnachtsland - Teil 9

Sie mochten wohl eine Weile auf der Stelle verharrt haben, als Vedi flüsterte:
"Komm, lass uns weiter ziehen. Der Weg ist noch weit und wenn wir uns nicht etwas bewegen, frieren wir an."
Vada war die ganze Zeit so vom friedlichen Nebeneinander der Waldtiere beeindruckt gewesen, dass er jetzt erst merkte, wie kalt ihm war. Der Frost kroch von den Füssen durch den Körper hinauf zum Kopf und ging vom Kopf zu den Füssen. Er zitterte, nickte seinem Freund zu, band den Fotoapparat um, setzte den Rucksack auf und stiefelte noch einmal zurückblickend, endlich seinem Kumpel hinterher.

Schweigend marschierten die Kobolde im Gänsemarsch hintereinander her. Jeder war mit sich und seinen Gedanken besch¨ftigt.
Vedi dachte: Mein Magen krurrt und eine heisse Tasse Tee aus der der Thermosflasche würde mir auch gut tun. Aber wenn ich davon anfange, wird Vada sagen, wir hätten genug Zeit bei den Tieren vertrödelt....
Vadas Sinne gaukelten ihm einen gedeckten Kaffeetisch vor und er sah sich genüsslich nach einer Tasse Tee greifen.
Eisern schwiegen die Freunde. Keiner traute sich, den anderen, in seine Gedanken einzuweihen. Keiner wollte als Weichei gelten.

Es mochten wohl einige Stunden vergangen sein. Die Zwei schlichen nur noch entkräftet hintereinander her, als sie endlich an eine Lichtung kamen und vor sich die winzige Herberge entdeckten, die ihr heutiges Tagesziel sein sollte.
Die Steine, die ihnen vom Herzen flogen, waren weithin zu hören und man hätte, wenn man denn gewollt hätte, aus ihnen ein viel grösseres Haus als die kleine Herberge bauen können.

zu Teil 10