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Auf ins Weihnachtsland - Teil 12
Als sie genug herumgetollt hatten und meinten, überall mit blauen Flecken übersät zu sein, setzten sie sich am Ausgang der Halle auf zwei Stiegen, die da herumstanden.
Während Vada einen Blick auf die Karte warf, schliesslich waren sie wegen des Besuchs im Bergwerk etwas von ihrem geplanten Weg abgewichen und mussten dorthin zurückfinden, nahm Vedi einen tiefen Schluck aus der Thermosflasche.
"Gib mir auch mal", wünschte Vada und so tauschten sie Flasche und Karte.
Vada wischte sich den Mund am Ärmel ab, stand auf und drängte seinen Freund aufzubrechen.
Draussen war inzwischen das Wetter umgeschlagen. Die Sonne war vom Himmel verschwunden und ein eisiger Wind fegte durch den Wald. Die Kobolde schlugen ihre Jackenkragen hoch, stemmten sich dem Wind entgegen und kamen nur langsam und sehr mühevoll voran.
Es dauerte nicht lange, da fing Vedi zu jammern an:
"Wenn doch nur eine Herberge in der Nähe wäre oder auch ein einfacher Unterstand. Aber auf unserer Karte war nichts eingezeichnet. Ich habe mir den Weg für heute vorhin genau angesehen."
Vada schüttelte missbilligend den Kopf. Wollte der Freund etwa schon schlappmachen?!
"Nun komm schon, das Stöhnen hilft doch nichts. Wir müssen weiter!"
Vedis Augen blickten hilflos. Die Verzweiflung stand ihm so deutlich ins puterrot gefrorenen Gesicht geschrieben, dass Vada vom Mitgefühl erfasst wurde.
Mit den Worten "Trink noch einen Schluck Tee, Vedi, vielleicht wird Dir dann wärmer", reichte er ihm die Thermosflasche.
Aber es wurde nicht besser. Nun fing Vedi auch noch zu zittern an.
"Hast Du Dich etwa erkältet? Das fehlte uns noch!"
Vada band sich seinen Schal ab und gab ihn Vedi. Der sah ihn kurz an und wusste, dass Widerspruch zwecklos war.
So schleppten sich die beiden Wandersleute noch eine Ewigkeit bis sie eine kleine Hütte entdeckten. Es war aber keine gewöhnliche Hütte. So eine hatten sie noch nie gesehen.
Neugierig gingen sie um sie herum.


