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Auf ins Weihnachtsland - Teil 11
Am nächsten Morgen frühstückten unsere Helden ausgiebig und zogen dann weiter.
Die Luft war klar, der Himmel auch. Unsere beiden fühlten sich wie zu neuem Leben erwacht.
Gegen Mittag kamen sie an ein altes Bergwerk, das heute ein Museum war.
Vedi schlug vor: "Lass uns hineingehen. Wir liegen doch gut in der Zeit!"
Vada murrte: "Ein Bergwerk, was sollen wir denn in einem Bergwerk?!"
"Ich habe gelesen, dass es hier auch einen tollen Erlebnisspielplatz gibt..."
"Spielplatz? Jetzt? Träumst Du? Wir haben Winter! Wie willst Du da irgendwo draussen spielen? Ausser Rodeln und Schneemann bauen natürlich."
"Aber mich würde schon interessieren, wie es unter Tage aussieht...Komm, sei kein Spielverderber...
Widerwillig liess sich Vada zum Eingang des Museums schleppen.
Dort war gerade ein Bus, aus dem viele Kinder ausstiegen, angekommen. Sicher eine Klasse auf einem Ausflug.
"Hihi", amüsierte sich Vada. "Wie putzig die jetzt aussehen. Wie kleine Berggeister."
Jedes Kind hatte einen gelben Helm mit Grubenlampe und eine viel zu grosse dunkelgraue Kombi erhalten.
Vada und Vedi warteten bis alle Kinder verkleidet waren und zogen mit der Klasse in den Berg.
Oh, war das spannend, fast wie in einem Krimi. Alles schmale, dunkle Gänge, von oben tropfte Wasser und links und rechts des Wegs war nichts. Nur der Berg.
Sie hörten Geschichten vom Leben der Bergarbeiter, durften sich jeder ein winziges Stück Erz mitnehmen.
"Lass uns ein bisschen Versteck spielen", schlug Vada, dem schon wieder langweilig wurde, vor.
"Lieber nicht. Sonst finden wir hier aus dem Berg nicht mehr heraus und die anderen werden ohne uns das Koboldfest feiern..."
Nachdenklich nickte Vada. Der Freund hatte recht. Sie waren zwar klein und unsichtbar für die Menschen. Das allein aber war noch kein Garant, wieder aus dem Berg zu finden. Und hier vor die Hunde zu gehen, das wollte Vada ganz sicher nicht.
Sie schlossen wieder auf die Kindergruppe auf. Gerade noch rechtzeitig, um zu hören, dass es jetzt ins Spielzimmer gehe.
Spielzimmer? Das war eine Spielhalle! Eine riesige alte Fabrikhalle mit vielen, vielen Spielgeräten.
Die Augen der Kinder leuchteten, die der Kobolde nicht weniger.


