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Wie der Schneemann zu seiner Schneefrau kam
Da stand der Schneemann nun ganz allein auf dem Hof und seufzte.
Weit und breit kein Mensch und auch kein Tier zu sehen.
Ach, wie schön war es gewesen, als die Kinder am Nachmittag um ihn herum getobt und ihm den grünen Topf aufgesetzt hatten.
Er hatte mit ihnen gelacht, gesungen und getanzt.
Als es Abend wurde, mußten die Kinder nach Hause. Ihn ließen sie einsam zurück.
Der Schneemann weinte leise vor sich hin und Tränen kullerten aus seinen großen Kohleaugen.
Wenn er doch wenigstens in eins der vielen bunten Fenster schauen oder mit jemandem reden könnte. Dann wäre ihm nicht so langweilig.
Es schneite immer noch. Der Schneemann sah den Flocken zu, die vom Himmel schwebten und wurde dabei langsam, ganz, ganz langsam müde.
Die Augen fielen ihm zu und endlich schlief auch er ein.
Im Traum erschien ihm eine wunderschöne Schneefrau mit rotem Hut und roten Knöpfen.
Als er sie berühren wollte, verschwand sie wieder.
Am Morgen weckte ihn ein Vogel, der im Schnee nach Körnern pickte.
Dann endlich kamen die Kinder. Es war Sonnabend und sie mußten nicht in die Schule.
Und der Schneemann hörte Tim zu Tina sagen: "Guck mal, wie traurig unser Schneemann aussieht!"
"Vielleicht wünscht er sich eine Schneefrau", meinte Tina besorgt. "Zu zweit ist es lustiger als allein"
Vor lauter Freude wollte der Schneemann nicken, aber das ging nicht, sein Kopf war angefroren.
Die Kinder aber hatten längst angefangen, Schnee zu rollen.


