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Weisse Weihnachten
Nur noch fünf Tage bis Weihnachten und immer noch kein Schnee.
Dabei hatte sich Nea so fest gewünscht, daß es endlich schneit.
Traurig sah sie in der Küche aus dem Fenster.
Vati sagt doch immer, man muß es nur ganz doll wünschen und fest daran glauben, dann geht es auch in Erfüllung.
Nea hatte sich seit Wochen nichts sehnlicher gewünscht. Sie hatte es auch auf ihren Wunschzettel an den Weihnachtsmann geschrieben.
Ganz oben hin und mit dickem rotem Stift.
Mutti war gerade beim Plätzchen backen. Nea hatte keine Lust zu helfen. Sie hatte zu gar nichts Lust.
Nachdenklich sah Frau Schütte ihre Tochter an.
"Weißt Du mein Spatz, es gibt Dinge, auf die wir Menschen keinen Einfluß haben. Dazu gehört das Wetter."
"Aber ohne Schnee ist Weihnachten nur halb so schön..."
"Dann basteln wir uns eben den Schnee", schlug Frau Schütte vor und holte Zeichenkarton, Bleistifte und Scheren.
Sie schnitt quadratische Stücke zurecht, faltete sie und zeigte ihrer Tochter, wie man mit wenigen Schnitten wunderschöne Schneekristalle entstehen lassen konnte.
Als der Vater von der Schicht nach Hause kam, waren die Fenster der Wohnung "zugeschneit" und es duftete lecker nach frischen Plätzchen.
Nea strahlte.


