Weihnachten

Der ungebetene Gast





Weihnachtsgeschichte von Liisa Hyttynen

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Der ungebetene Gast


"Bald nun ist Weihnachtszeit", sangen die Kinder und brummten pflichtbewußt ihre Väter. Die Mütter kümmerten sich derweil um die jüngeren Geschwister, damit diese nicht aus der Reihe tanzten und die Feier störten.
Nina und Annika spielten dann ein "Kling Glöckchen, klingelingeling" auf der Querflöte. Annika verpaßte ein bißchen den Einsatz. Aber das störte niemanden.
Da klopfte es an die Tür. Es war kein Pochen. Es war ein Donnerschlag. 
Ein kleines Mädchen fing an zu weinen und kletterte ängstlich auf Muttis Schoß.
Herein stapfte der Weihnachtsmann. Und sein Sack war so schwer, daß er unter der Last kaum aufrecht gehen konnte. 
Aufgeregt plapperten die Kinder durcheinander bis der Alte zu Sprechen anhob:

"Von draußen vom Walde, da komm ich her..."
Die Kinder hingen an seinen Lippen.
"Ward Ihr auch alle schön brav?" wollte der Weihnachtsmann nun wissen.

Die Kinder nickten.
Jetzt wandte er sich an Frau Schmalfuß, die junge Lehrerin: 
"Und Du mein Mädchen warst Du auch immer schön artig und hast die Schüler nicht geärgert?"
Die Kinder kicherten.
"Ja", antwortete die Lehrerin irritiert.
"So, so...", murmelte der Alte und wiegte seinen Kopf hin und her. 
"Und warum hast Du dann vergessen, mich zu Euerer Feier einzuladen?"
Frau Schmalfuß Gesicht lief rot an. 
"Aber", entgegnete sie unsicher "Ich dachte doch, Du hast zu viel zu tun, Väterchen... Verzeih mir!"

Der Weihnachtsmann blinzelte ihr zu und schnürte endlich seinen Sack auf. Und jeder bekam ein Geschenk.

Auch die immer noch sprachlose Lehrerin.