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Liisa Hyttynen
Im Häuschen des Weihnachtsmannes in Rovaniemi am Polarkreis wirbeln fleissige Helfer Tag und Nacht, um alle Geschenke rechtzeitig zu verpacken.
Sie gönnen sich kaum Schlaf und nur hin und wieder ein winzigkleines Päuschen.
Nur noch wenige Tage, dann geht der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten auf die grosse Reise zu den Kindern in aller Welt.
Seit einer Woche ist Kimo, ein Geschichtenschreiber, beim Weihnachtsmann zu Besuch.
Er will all die Abenteuer festhalten, die der Weihnachtsmann auf seinen Reisen erlebt hat.
Viele Jahre lang hatte er den Weihnachtsmann wieder und wieder gebeten, ihm doch einen Besuch zu gestatten. Erst in diesem Jahr hatte der Alte ihn kurzerhand angerufen, er solle sofort kommen.
Kimo weiss inzwischen, warum sich der Weihnachtsmann erweichen liess: Ihm fehlen die Arbeitskräfte. Drei Zwerge sind erkrankt und Timo muss sie ersetzen.
Zum Schreiben kommt er nur in den kurzen Pausen, dann wenn die anderen Helfer ihren Tee schlürfen und der Weihnachtsmann seine Erlebnisse erzählt.
So wie heute:
Vor einem Jahr war es.
Da kehrte der Weihnachtsmann hungrig in einem kleinen Rasthaus ein. Aber er kam kaum zum Essen. Immerzu erschien jemand, zupfte ihm am Bart, meinte: "Rudi, nun ist genug mit den Spässchen" und stellte ihm ein neues Bier hin. Verwirrt nahm der Weihnachtsmann Reissaus.
Abends in der Herberge las er dann in der Zeitung, dass Rudi, der Bürgermeister von Mettendorf, auf dem Markt als Weihnachtsmann den Kindern Bonbons verteile.
Wenn die Zwerge spätabends zum Schlafen nach Hause gehen, breitet Kimo todmüde seinen Schlafsack auf dem schmalen Läufer am Fenster aus.
Und doch ist Kimo überglücklich, denn er ist der erste Mensch, der eine Zeitlang beim Weihnachtsmann leben darf.
Und welches Kind träumt nicht schon davon.