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Ostermärchen Teil 6





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Vedi und Vada

Im Zug von Joensuu nach Helsinki

Geschafft!

Erschöpft, als hätten sie die letzten Stunden nicht im himmelweichen Bett eines gemütlichen Hotelzimmers bei süssen Träumen verbracht, liessen sich die beiden Recken aus dem Koboldland auf den Sitz neben der Omi im Zug fallen.

So froh sie auch waren, ihr Magen knurrte laut.

Nur gut, dass die alte Dame sie weder sehen noch hören konnte. Wäre das peinlich gewesen!
Ihren Proviant hatten Vada und Vedi schon lange verspeist.
Gegenüber der junge Mann wickelte gerade sein Stullenpaket aus.
Den Freunden lief das Wasser im Mund zusammen. Und schneller als andere denken können, waren die zwei auf der anderen Seite des Ganges und ehe noch der Bursche von seinen Broten abbeissen konnte, langten die Kobolde zu.

Sie hätten sich gar nicht so beeilen brauchen, denn kaum waren sie an ihren Platz neben der Omi zurückgekehrt, öffnete sich die Abteiltür und ein Bahnmitarbeiter erschien mit einem riesigen Imbissangebot auf einem Servierwagen.
Die Oma kaufte sich Kaffee und Pulla und liess sich auch noch eine Schokolade geben.
Vedi und Vada stürzten sich auf den Kaffee.

Aber der war heiss und sie verbrannten sich die Zunge. Tja, Pech gehabt.

Der Rest der Reise nach Helsinki verlief weniger aufregend.
Die blinden Passagiere schlummerten selig und wurden erst durch die Ansage, dass der Zug Helsinki erreicht hat, aus dem Schlaf gerissen.

Da waren sie nun in Helsinki, in der grossen Hauptstadt. Ja, und nun?

Sie konnten ja schlecht Jemanden fragen, wie sie nach Hamburg gelangen konnten. Niemand würde sie für vollnehmen.

Und was werden die beiden Kobolde morgen erleben?

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