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Peter dagegen war ständig unterwegs.
Immer, wenn es irgendwo im Bezirk brannte, mußte er ausrücken und die Ursache
ermitteln.
"Du hast doch gesagt, daß es dort, wo ihr neulich nach dem Einsatz
eingekehrt seid, ein gutes Bauernfrühstück gegeben hat. Können wir nicht
dahin fahren?"
"Das war hinter Potsdam. Zu weit."
Noch immer stand der P 70 auf der Straße. Vorbeifahrende drohten mit der
Faust. Peter Steiner störte das nicht.
"Ich warte", setzte Peter seine Frau weiter unter Druck.
"Papa, können wir nicht nach Halmich fahren? Da gibt es so tolles
Eis..."
"Oh ja", schloß sich Tom seiner kleinen Schwester an.
"Wir fahren Abendbrot essen", würgte der Vater das Gespräch ab.
"Wenn ihr schön lieb seid, kaufe ich euch hinterher ein Eis."
Er legte einen Gang ein und fuhr los. Hanna atmete auf. Peter hatte eine Idee.
So wie meist. Und sie konnte endlich in Ruhe ihren Gedanken nachhängen.
"Heideperle" hieß die Gaststätte, vor der sie das Auto nach einer
Dreiviertelstunde abstellten.
Und der Vater erzählte ihnen die Geschichte des
Namens, bevor sie aussteigen durften. Er berichtete von der Entwässerung der
Friedländer Wiese, einem Großprojekt aus den Anfangsjahren der DDR, von
jugendlichen Helden und von dem Brand vor einer Woche hier in einer
Rindermastanlage, den er aufzuklären hatte.
Die "Heideperle" war ein riesiger, lichtdurchfluteter Glaskasten. Und
wie fein es dort zuging! Die Kinder staunten. In so einem Restaurant waren sie
noch nicht gewesen.
Ein elegant in weinrot gekleideter Ober führte sie an ihren Platz. Für Tina
brachte er ein Sitzkissen.
"Möchtest du auch eines?", fragte er Tom.
"Nein, nein. Ich bin schon groß!"
Tom setzte sich kerzengerade auf den Stuhl, um seine Worte zu unterstreichen.
Die Karte wurde gebracht. Zuerst studierte der Vater sie. Er entschied sich
schnell für Rinderroulade mit Rotkohl. Dann war Hanna an der Reihe. Beim
Anblick der Preise verging ihr der Appetit.
"Ist das aber teuer", murmelte sie.
"Nun mach schon", trieb Peter zur Eile an.
Sie hätte gerne Gulasch mit Semmelknödeln gegessen. Aber 5,40 Mark. Das war
ja fast so teuer wie die Roulade. Nein.
"Ich nehme ‚Strammen Max'"
"Und was wollt ihr, Kinder", fragte Peter Steiner.
"Omelett mit Früchten", antwortete Tina. Sie aß immer das Gleiche,
wenn die Familie unterwegs war.
Der Vater blätterte in der Speisekarte. "Ja, und du Tom?"
"Schnitzel..., geht das?"
Ina hätte auch gerne Roulade gegessen. Das war ihr Lieblingsgericht. Aber sie
traute sich nicht, es zu sagen.
Und so aß sie wieder ‚Ragout fin mit Toast'.
Peter Steiner bestellte sich ein Bier, sie würden ja sicher zwei Stunden
bleiben. Da konnte er es sich erlauben. Für die anderen gab es Apfelsaft.
weiter
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