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"Ist das nicht schön hier", unterbrach Peter sein eigenes Schmatzen.
"Geht euch doch das Aquarium angucken bis das Essen kommt", schlug er
den beiden Kleinen vor.
Die Gläser waren fast leer getrunken und bis jetzt war nur das Essen des
Vaters serviert worden.
Gelangweilt hatten die Kinder angefangen, aus den
Servietten Flugzeuge zu falten und sie zu bemalen.
Hanna konnte gerade noch verhindern, daß der Tisch zur Startrampe wurde.
Ina sah sich um. Der warme hellbraune Farbton der Wände, der flauschige, eine
Nuance dunklere Teppich, die vielen großen Pflanzen und die über jedem Tisch
hängenden weinrotem Lampen verliehen dem Raum Behaglichkeit.
Warum das mit dem
Essen nur so lange dauerte? Es waren doch kaum Gäste da.
Als Ina gerade Zettel und Stift, die sie immer mitschleppte, aus der Tasche
holen wollte, kam der Ober.
Peter Steiner pfiff seine Jüngsten heran. Sie tobten quer durch den Saal.
Und als der Vater die Saftreste aus der Kompottschüssel trank (wie Ina das haßte), konnten die
anderen endlich anfangen zu essen.
"Ich geh eine rauchen", sagte Peter Steiner im Aufstehen.
Kaum war er weg, traute sich Tom zu fragen:
"Mutti, darf ich mir ein Kissen holen?"
Hanna schmunzelte. Ja, so war ihr Sohn. Er konnte kaum über die Tischkante
gucken, wollte aber schon ein Großer sein.
Neulich erst hatte er gefragt, wie lange er denn noch Kinderportionen essen müsse.
Er gehe schließlich schon in die Schule.
Sie nickte nur und Tom holte, sehr darauf bedacht, daß der Kellner es nicht
merkte, ein Kissen vom Stapel nahe der Küche.
Tina sah aus wie ein Schweinchen. Die Kirschfüllung des Eierkuchens hatte
ihren Mund knallrot gefärbt, die Serviette, die Hanna ihr umgebunden hatte,
war voller Zucker.
Die Kleine grinste zufrieden und plusterte ihre Pausbäckchen.
Und erst jetzt entdeckte Ina, was sie zu Hause so gesucht hatte. Die winzigen,
lustig nach oben ragenden Zöpfchen ihrer kleinen Schwester wurden von roten
Kugeln gehalten.
weiter
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